«CERN – Auf in die faszinierende Welt der Teilchenphysik »

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Auch dieses Jahr haben sich 22 EMBA Alumni vom 23. – 24. Juni auf eine Zweitagesreise, dieses Mal nach Genf, begeben. Treffpunkt am Freitagmorgen war der uns allen wohlbekannte Zürcher HB. Die dreistündige Fahrt bot die perfekte Gelegenheit sich kennenzulernen oder die Geschehnisse seit dem letzten Treffen auszutauschen – leider vermissten wir das uns auch allen wohlbekannte und sehnlichst erhoffte „SBB-Wägeli“, was zu staubtrockenen Kehlen bei der Ankunft in Genf führte.

Genf erwartete uns mit strahlendem Sonnenschein und einer Portion Schalk zur Ouvertüre. Der kurze Fussmarsch ins Novotel führte uns nämlich quer durch das doch sehr illustre und zum Schmunzeln bewegende Rotlichtquartier rund um die Rue de Bern. Nach der Gepäckabgabe konnten dann auch endlich die Gaumengelüste im charmeerfüllten „Les 5 Portes“ gestillt werden. Nach Burger & Bier ging es auf zum Haupttraktandum der Zweitagesreise: das CERN!

Mit dem Tram ging es hinaus nach Meyrin. Pflichtbewusst wie die EMBA Alumni sind, war man gemäss Anweisungen des CERN, bewaffnet mit Ausweis und geschlossenem Schuhwerk, 30 Minuten vor Führungsbeginn am Empfang. Nach 30 Minuten Warten ohne Ausweis- und Schuhkontrolle startete die Führung mit einem Vortrag der anderen Art:

Alles unklar? Das dachten sich die Alumni auch, als Herr Professor Freudenreich mit seinen Ausführungen begann. Auf 45 Folien (leider konnten wir Folie 46-75 aus Zeitgründen nicht mehr durcharbeiten) wurde uns liebevoll in Kürze die Teilchenphysik erklärt. Ich habe selten so viele Fragezeichen in Augen von Menschen ausmachen können. Doch der passionierte und eloquente Professor liess sich nicht irritieren und ein paar Informationen konnten wir am Ende sogar entschlüsseln: Fast 3000 Physiker arbeiten am CERN in Genf. Und was tun diese den ganzen Tag? Sie lassen im so genannten LHC (Large Hadron Collider), einem 27 Kilometer langen Teilchenbeschleuniger unter der Stadt, Protonen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit zum Zusammenstoss bringen. Durch diese Kollision entstehen neue Teilchen, die in verschiedene Richtung auseinander driften. Aha, und warum und für wen tun die Physiker das? Diese Frage wurde nicht ganz so präzise beantwortet.

Nach dem aber durchaus kurzweiligen und unterhaltsamen Vortrag, nahm uns der Professor mit auf eine Reise durch das CERN. Erst jetzt wurde den EMBA Alumni bewusst, welche Ausmasse das gesamte CERN wirklich hat: Wir wurden einmal eben schnell mit dem Bus von der Schweiz nach Frankreich verschoben (man vergesse den monumentalen Grenzstein nicht!). An Ausstellungstücken und Ersatzteilen versuchte der Professor uns Unwissenden die einzelnen Komponenten und die Funktionsweise des Teilchenbeschleunigers näher zu bringen. Zum Abschluss der Führung und Ausbildung in Teilchenphysik durften wir noch das Kontrollzentrum besichtigen sowie einen gut aufgemachten 3D-Informationsfilm konsumieren. Es verschwanden aber nicht viele Fragezeichen….

Vom CERN geblieben sind uns: Die Einrichtung ist gross und eindrücklich, Teilchenphysiker sind unterhaltsame Menschen, die in einer komplexen anderen Welt leben und dass 22 Länder diese Welt mit 1,2 Milliarden finanzieren.

Next Stop? Ein dringend benötigter Apéro und eine verdiente Verschnaufpause. Nach der Stärkung ging es dann hinein ins Abendprogramm. Auf der Terrasse des wunderschönen Restaurants „Le Lyrique“ durften wir ein exquisites Abendmahl einnehmen und ein paar gemütliche Stunden bei einem oder zwei guten Gläsern Wein verbringen. Doch die Alumni wären nicht die Alumni, wenn das schon der letzte Programmpunkt des Tages gewesen wäre: Gegenüber, im Parc des Bastions tobte bereits in vollen Zügen das Fête de la Musique. Diese Chance liessen wir uns natürlich nicht entgehen und tauchten noch „kurz“ ab in eine Welt voller Livemusik und tanzenden Menschen.

Am Samstagmorgen gab es für die Alumni drei Optionen zur Wahl: Segwayfahren, ein Besuch im internationalen Rotkreuzmuseum oder ein Individualprogramm. Die Anmeldefristen waren hierbei flexibel gestaltbar: letzte Anmeldung für das Individualprogramm traf Samstagmorgen um 03:30 Uhr per SMS ein.

Für alle die noch nie Segway gefahren sind, wir können dies seit Neustem wärmstens empfehlen. Nach kurzer Angewöhnungszeit rasten bei bestem Sonnenschein 12 Alumni mit 20 km/h am Genfersee entlang und liessen sich nebenbei noch die internationalen Behördengebäude der Stadt Genf erklären.

Auch die Rückmeldungen zum Besuch beim internationalen Rotkreuzmuseum waren durchwegs positiv. Jene, die sich für das Individualprogramm entschieden haben, trafen wir dann zum Mittagessen am Genfersee wieder (Cottage Café). Nach einem wiederum gelungen Mahl machten wir uns langsam auf zum Bahnhof.

Nach diversen Verspätungsmeldungen und Gleiswechseln betraten die Alumni den Zug und fuhren zurück nach Zürich. Es kam jedoch wieder kein „SBB-Wägeli“…in lupenreiner Managermanier liessen wir uns aber dieses Mal das Bier direkt aus dem Speisewagen an den Platz bringen und konnten somit den Anlass gemütlich und feuchtfröhlich ausklingen lassen. Die EMBA UZH Alumni kriegen eben alles hin, auch wenn sie nicht Teilchenphysik studiert haben!

Euer Reiseleiter mit Hut: Marcel Rohrer

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