Alumni Award 2015

2015 ging der „EMBA UZH Alumni Award“ an Raphaël Tschanz und Philipp Mäder für ihre Arbeit „Mehr Wettbewerb für den Schweizer Fernsehmarkt: Wie die Empfangsgebühren den Markt verzerren – und was der Gesetzgeber dagegen tun kann“.

Die Arbeit von Raphaël Tschanz und Philipp Mäder ist eine ökonomische Analyse des Fernsehmarktes in der Schweiz. Die Autoren haben drei Hauptprobleme identifiziert: Erstens sind die Finanzflüsse der SRG und die Verwendung der Gebührengelder weitgehend intransparent; zweitens besitzt die SRG faktisch eine Monopolstellung, welche den Wettbewerb im Schweizer Fernsehmarkt stark verzerrt; und drittens ist die SRG im internationalen Vergleich sehr teuer. In einem zweiten Schritt haben die Autoren Lösungsansätze für die bestehenden Probleme im Schweizer Fernsehmarkt erarbeitet. Sie sind dabei zum Schluss gekommen, dass vor allem der Gesetzgeber vermehrt Einfluss nehmen sollte, um eine positive Weiterentwicklung im Schweizer Fernsehmarkt zu ermöglichen. Die SRG sollte in einem ersten Schritt dazu gezwungen werden, Transparenz darüber zu schaffen, in welche Sendung welche Mittel bzw. wieviele Gebührengelder fliessen. Parallel dazu sollte der Gesetzgeber definieren, welche Formate nicht ausreichend vom Markt abgegolten werden und deshalb durch Gebührengelder querfinanziert werden sollen bzw. dürfen. In einem zweiten Schritt soll die Wettbewerbsfähigkeit dadurch wieder hergestellt werden, dass die SRG dazu gezwungen wird, die Produktion von subventionierten Formaten am Markt ausschreiben zu lassen.

Raphaël Tschanz und Philipp Mäder haben es geschafft, eine höchst politische Diskussion auf eine ökonomische und Ebene zu transferieren. Ihr gelungener Versuch, das ökonomische Konzept „Umgang mit positiven Externalitäten in der Volkswirtschaft“ auf den Schweizer Fernsehmarkt zu legen, könnte als Paradigma gelten, wie die politische Diskussion zu anderen staatsnahen Betrieben geführt werden sollte. Zudem zeigt die Arbeit sehr stringent und konsequent auf, wie mehr Wettbewerb und damit eine höhere Qualität zu tieferen Kosten im Schweizer Fernsehmarkt erzielt werden könnten. Nun gilt es nur zu hoffen, dass die Arbeit den richtigen Weg an die richtige Stelle im schönen Bundesbern findet!

Link zu „Mehr Innovation für die SRG“ vom 26. Mai 2015:
https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Mehr-Innovation-fuer-die-SRG/story/27967637

Link zu „Wie die Schweiz mehr Fernseh-Markt und weniger SRG-Einheitsbrei bekommt“ vom 30. September 2017:
https://www.emba.uzh.ch/wp-content/uploads/Wie-die-Schweiz-mehr-Fernseh-Markt.pdf

PDF der Abschlussarbeit von Raphaël Tschanz und Philipp Mäder:
https://www.emba.uzh.ch/wp-content/uploads/Abschlussarbeit_Mäder_Tschanz.pdf

 

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